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Die junge Familie aus Oberösterreich hat seinen Bio-Milchviehbetrieb zur Gänze auf Rundballensilage umgestellt.

Jungfamilie setzt auf Siloballen

Zu Besuch bei Familie Schöftner in Oberösterreich

Im Mühlviertel, in einer idyllischen Lage nahe der tschechischen Grenze, befindet sich der seit 1807 bestehende Erbhof der Familie Schöftner, vulgo Lenz´n.
Seit 2010 wird dieser von Florian Schöftner bewirtschaftet. Tatkräftig wird er dabei von seiner Frau Tina sowie seiner Mutter Rosi unterstützt. Auch für Nachfolge wurde bereits gesorgt: Der einjährige Luis mischt schon kräftig am Bauernhof mit und bekommt schon bald Verstärkung.

Der Lenznhof wird jeher als Milchviehbetrieb geführt wobei Florian im Jahr 2016 entschied, auf Bio umzustellen. Nicht nur der ständige Preisdruck war ausschlaggebend für die Umstellung. Dem 31-jährigen war es immer ein Dorn im Auge, natürliche Ressourcen, die für die Erzeugung von täglich konsumierten Lebensmittel benötigt werden, mit chemischen Spritzmittel und Pestiziden zu belasten. Mit seiner Entscheidung ist er nach wie vor sehr zufrieden: „Der Milchpreis im Bio-Sektor ist relativ konstant und so kann ich auch meine Philosophie von Landwirtschaft leben und umsetzen.“
Insgesamt leben am Hof 45 Stück Milchkühe. Mit der eigenen Nachzucht kommt man auf ca. 90 Stück Vieh. Auch 2 Katzen dürfen es sich bei den Schöftners gemütlich machen.

Der Umstieg von Fahrsilo auf Rundballensilage

Um so viele Tiere zu versorgen, benötigt man auch genügend Flächen. Mit insgesamt 60 ha Wiesen, Wald und Äcker, davon 30 ha Eigengrund ist das gut zu bewältigen.
Vergangenes Jahr stellte sich dann aber die Frage: Wie wollen wir unsere Grünflächen künftig bewirtschaften? Erneuern wir den sanierungsbedürftigen Fahrsilo oder steht bei unserer Betriebsgröße vielleicht doch Rundballensilage dafür? Genau mit diesen Fragen beschäftigte sich Florian sehr intensiv.


„Unser Fahrsilo war bereits über 25 Jahre alt und hätte erneuert werden müssen. Da in naher Zukunft eine Erweiterung des Hofes geplant ist und wir nur begrenzt Platz für diese Erweiterung haben, sind wir überhaupt auf diese Idee der Rundballensilage gekommen. In unserem Gebiet wäre zudem ein überdachter Fahrsilo für den Winter notwendig, was finanziell einen großen Aufwand darstellt. Uns persönlich ist außerdem sehr wichtig, unabhängig zu bleiben wenn wir vergrößern wollen und nicht auf Lohnunternehmer und Hächslerketten zurückgreifen zu müssen. Je größer der Fahrsilo wird desto mehr Arbeiter braucht man auch beim Einfahren der Silage. Wir benötigten in der Vergangenheit schon immer mindestens 3 Personen in dieser Phase.
Wir entschieden uns schlussendlich für die Rundballensilage.
Jetzt können wir entspannt zu zweit oder wenn es sein muss auch ich alleine arbeiten – man ist so einfach viel flexibler. Und auch finanziell zahlt sich die Investition der Press-Wickelkombi auf die Jahre gerechnet für uns aus.“

 

Eine wesentliche Entscheidungshilfe war mit Sicherheit die Möglichkeit, die Press-Wickelkombi für eine Saison zu testen. „Mit der Firma Göweil lief alles sehr unkompliziert. Wir kamen einmal in die Firma, redeten alles aus und vereinbarten den Ballenpreis, falls wir die Maschine doch nicht kaufen sollten. Wir benötigten dann eigentlich keine ganze Saison, sondern entschlossen relativ bald, dass das genau das Richtige für uns und unseren Betrieb ist. Besonders schätzen wir an Göweil das Menschliche, der Kunde steht hier noch im Mittelpunkt und ist nicht bloß eine Nummer. Gibt es ein Problem, kümmert sich das Service-Team sofort, auch an Sonn- und Feiertagen. Zudem hat uns auch die Schnittqualität der Presse sowie das gesamte Entwicklungs Know-How der Firma Göweil überzeugt.

Im ersten Jahr haben wir bereits 800 Ballen gepresst und wir sind sehr zufrieden. Im Bio-Landbau ist eine perfekte Grundfutterqualität das A und O. Und diese kann man, unseren Erfahrungswerten nach, am Besten mit Siloballen erhalten. Wir konnten seit der Umstellung unsere Milchleistung steigern. Es passt einfach für uns.“

 

„Ich bin mein eigener Chef und kann mich jeden Tag aufs neue selbst verwirklichen“

Florian hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Der gelernte Schlosser war 5 Jahre berufstätig bevor er sich voll und ganz der Landwirtschaft widmete. „Ich schätze einfach die extreme Flexibilität da ich mir selbst richten kann, wann was gemacht wird. Ich möchte in den nächsten Jahren die Stallflächen erweitern und um ca. 30 Kühe aufstocken. Das zeigt doch, dass mir das hier richtig Spaß macht und ich mich weiterentwickeln möchte. Ich bin hier einfach mein eigener Chef und kann mich jeden Tag aufs neue selbst verwirklichen.
Besonders seit der Geburt meines Sohnes ist mir bewusst geworden, wie glücklich ich eigentlich mit meiner Entscheidung bin, Bauer zu sein. Ich sehe mein Kind morgens, mittags und abends und wenn ich will auch zwischendurch. Andere Väter fahren morgens in die Arbeit wenn die Kinder noch schlafen und kommen Abends wieder nachhause wenn diese bereits
im Bett sind.“

Florian hat seine Entscheidung für die Landwirtschaft noch keine Minute bereut.
Tina ist Mutter mit Leib und Seele, auch sie hat sich beruflich der Landwirtschaft verschrieben.

Auch Tina schließt sich der Meinung ihres Mannes an. Die gelernte Friseurin die danach als Kranfahrerin arbeitete weiß genau, wie herausfordernd es ist, Beruf und Landwirtschaft unter einen Hut zu bekommen.
„Ich arbeitete in der Schicht. Danach dann noch die Arbeit am Hof – das war schon anstrengend. Vor allem das tägliche Pendeln vermisse ich überhaupt nicht. Während andere auf dem Weg zur Arbeit im Stau stehen, machen wir schon unsere Stallarbeit.“
Vor 3 Jahren machte Tina den landwirtschaftlichen Facharbeiter und hing auch ihren Beruf für die Landwirtschaft an den Nagel. Schon bald erwartet das Paar sein zweites Kind.

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